Stand: 03.11.2026
Kernaussage
Ein älteres Haus ist kein Hindernis für eine Solaranlage. Entscheidend sind drei Fragen: Hält das Dach noch so lange wie die Anlage (20–30 Jahre)? Trägt es das Gewicht? Ist die Elektrik bereit? Wer das vorher klärt, vermeidet teure Überraschungen.
Prüfpunkte
- Dachzustand: Eindeckung, Lattung, Dämmung. Muss das Dach in den nächsten Jahren ohnehin neu, zuerst sanieren (oder beides zusammen) – Abbau und Wiederaufbau der Anlage kosten extra. Siehe Dach & Dämmung.
- Statik: Zusatzlast der Module; bei alten Dachstühlen Fachmann fragen.
- Elektrik/Zählerschrank: Viele Altbauten brauchen einen neuen Zählerschrank – im Angebot getrennt ausweisen lassen.
- Ausrichtung und Schatten: Süd, Ost/West funktionieren; Bäume, Gauben, Schornstein beachten.
- Denkmalschutz/Ortssatzung: vorher bei der Gemeinde nachfragen.
- Kombination: Wärmepumpe oder E-Auto erhöhen den Eigenverbrauch.
Kleine Lösung: Steckersolargerät
Für Balkon oder Terrasse gibt es Steckersolargeräte („Balkonkraftwerk“). Leistungsgrenze und Anmeldung (Marktstammdatenregister) beachten; in Mietwohnung oder WEG gilt ein Anspruch auf Zustimmung, aber keine freie Montage. Stand prüfen.
Kosten und Steuern
Siehe Photovoltaik: Strom vom eigenen Dach: Mittelwerte der Verbraucherzentrale NRW je kWp, 0 % Umsatzsteuer auf Anlage, Speicher, Montage. Reihenfolge der Schritte: Energetische Sanierung: der Überblick.