Wo Rampen und Schwellenlösungen helfen
- Hauseingang: eine bis drei Stufen vor der Tür, oft die erste Hürde.
- Terrasse: Absatz zwischen Wohnzimmer und Garten.
- Balkon: hohe Türschwelle durch Abdichtung.
- Bad: Schwelle an der Tür oder Rand an Dusche und Wanne.
Die 6-%-Regel
Als Richtwert nennt die DIN 18040-2 für barrierefreie Wohnungen eine Steigung von höchstens 6 %. Das heißt: 6 cm Höhe auf 1 m Länge. So kann eine Rampe mit dem Rollstuhl selbstständig befahren werden.
Ein Beispiel: Drei Stufen mit zusammen 45 cm Höhe ergeben rund 7,5 m Rampe – dazu kommen ebene Podeste oben, unten und bei längeren Rampen auch zwischendurch. Feste Rampen sollten mindestens 120 cm breit sein. Viele Eingänge haben diesen Platz nicht; dann ist eine andere Lösung sinnvoller.
- Rutschhemmender Belag, auch bei Nässe und Frost.
- Seitliche Radabweiser und Handläufe.
- Beleuchtung nicht vergessen – Stürze passieren meist im Dunkeln.
Varianten
Schwellenrampe: ein kleiner Keil aus Gummi oder Aluminium für Türschwellen bis wenige Zentimeter. Mobile Alu-Rampe: wird bei Bedarf aufgelegt, ist verstaubar, braucht aber jemanden, der sie anlegt. Modulare Systeme: aus Aluminium-Elementen zusammengesetzt, mit Podesten und Geländer, wieder abbaubar. Feste Rampe: aus Beton, Stein oder Metall, dauerhaft und optisch ins Haus integrierbar.
Ergänzend helfen oft ein Handlauf, gute Beleuchtung und ein elektrischer Türantrieb, damit die Tür nicht mit einer Hand aufgehalten werden muss.
Typische Kostenrahmen
| Lösung | Typische Spanne |
|---|---|
| Schwellenrampe | ab ca. 50 € |
| Mobile Alu-Rampe | ca. 200–800 € |
| Modulares Alu-System | ca. 2.500–9.000 € |
| Feste Rampe, kurz | ca. 1.500–4.000 € |
| Feste Rampe, lang, Beton mit Geländer | ca. 5.000–20.000 € |
| Haustürschwelle absenken | ca. 300–1.500 € |
| Handlauf je Seite | ca. 200–800 € |
| Drehtürantrieb | ca. 1.500–4.000 € |
Wann eine Rampe nicht passt
Ist die Höhe zu groß oder der Platz zu knapp, wird eine Rampe zu lang oder zu steil. Dann ist ein Hublift oder Plattformlift meist die bessere Wahl. Mehr dazu unter Homelift und im Vergleich der Bauarten.
Oft vergessen
- Erdarbeiten und Fundament bei festen Rampen
- Entwässerung, damit sich vor der Tür kein Wasser staut
- Genehmigung, wenn die Rampe Fassade, Gehweg oder Grenze berührt – bei der Gemeinde fragen
- Ein provisorischer Zugang während der Bauzeit
Nächster Schritt
Gehen Sie mit unserer Checkliste einmal durch Haus und Eingang und notieren Sie die Höhen. Mit diesen Notizen wird jedes Gespräch mit einem Handwerksbetrieb deutlich einfacher.
Welche Lösung bei welcher Höhe am Eingang passt, lesen Sie im Ratgeber Barrierearmer Hauseingang.